Bioabfall richtig zu sammeln und zu trennen ist eine der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Möglichkeiten, unsere Umwelt zu schützen. Was die Natur hervorbringt, soll wieder zur Erde zurückkehren – als wertvolle Komposterde. Voraussetzung dafür ist jedoch eine saubere Trennung.
In den letzten Monaten hat sich die Menge an Fehlwürfen in der Biotonne leider deutlich erhöht. Immer häufiger finden sich darin Gegenstände, die nicht in den Bioabfall gehören – unter anderem Schuhe, Fotos, Geschirr, Katzenstreu, Plastiksackerl und andere Restabfälle. Diese Verunreinigungen erschweren die Verarbeitung massiv und gefährden die Qualität der erzeugten Komposterde.
Wir bitten daher alle Haushalte, die Trennung des Bioabfalls wieder bewusst und sorgfältig vorzunehmen.
Warum ist richtige Bioabfall-Trennung so wichtig?
Der Bioabfall unserer Gemeinde wird von der Entsorgungsfirma Gradinger abgeholt und zum Kompostierer Höglinger gebracht. Dort entsteht aus sauber getrenntem Bioabfall hochwertige Komposterde.
Verunreinigungen – vor allem Plastik, Katzenstreu, Hygieneartikel oder andere Fremdstoffe – müssen aufwendig aussortiert werden. Das verursacht zusätzliche Kosten, verzögert den Prozess und kann langfristig dazu führen, dass die Qualität der Komposterde leidet. Gelangt Plastik in den Kompost, zerfällt es zu Mikroplastik und kann über den Boden in unsere Nahrungskette gelangen.
Was gehört in die Biotonne?
- Obst- und Gemüseabfälle
- Speise- und Lebensmittelreste ohne Verpackung
- Kaffeesud, Kaffeefilter, Teebeutel
- Eierschalen
- Schnittblumen, Gartenunkraut
- Topfpflanzen (ohne Topf)
- Papierservietten, Küchenrolle, Papiertaschentücher
- Einwickelpapier
- Pappteller, Holzspieße
- Sägespäne, reine Holzasche
Was gehört nicht in die Biotonne?
- Plastiksackerl, Folien, Verpackungen
- Katzenstreu und Hundekot
- Schuhe, Textilien, Geschirr
- Fotos, beschichtetes Papier
- Zigarettenstummel
- Staubsaugerbeutel
- Hygieneabfälle
- Speiseöl, Marinaden, flüssige Abfälle
- Glas, Metall, Restabfälle
- Problemstoffe (z. B. Medikamente)
- größere Mengen rohes Fleisch oder Tierkadaver
- etc.
Tipps für die Biotonne vor dem Haus
- Gegen Gerüche und Insekten: trocken und kühl lagern!
- Die Biotonne vor dem Befüllen mit Zeitungspapier auslegen oder einen Papiereinstecksack verwenden.
- Keine flüssigen Abfälle (wie z. B. Suppen, Saucen etc.) in die Biotonne geben.
- Entsorgen Sie Papiertaschentücher, Papierservietten oder die Küchenrolle auch in der Biotonne.
- Halten Sie die Biotonne verschlossen!
- Stellen Sie die Biotonne nicht in die pralle Sonne: Wählen Sie im Sommer einen kühlen, schattigen Standort.
- Sägespäne, Steinmehl oder Düngekalk binden Feuchtigkeit und verringern die Geruchsentwicklung.
- Die Biotonne möglichst locker befüllen.
Dem Festfrieren vorbeugen!
- Bei etwa -5° C kann der Inhalt der Biotonne einfrieren.
- Achten Sie darauf, dass in kalten Wintermonaten die Abfälle möglichst trocken sind, und stellen Sie die Tonne wenn möglich an einen frostfreien Ort.
- Füllen Sie in Frostzeiten kein Laub ein, es friert am Tonnenrand fest.
Von gesunder Erde haben wir alle etwas
Hochwertige Komposterde verbessert unsere Böden, fördert das Wachstum von Obst und Gemüse, schützt das Klima und schafft Lebensraum für Insekten und Nützlinge.
Richtig trennen heißt Verantwortung übernehmen – für unsere Umwelt und für kommende Generationen.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe!